Fokker E. III

Unser Vereins-Mitglied Hansjörg Baumann hat - mal wieder - ein tolles Scalemodell gebaut. Der Nachbau des berühmten Fokker-Eindeckers stammt aus einem Kit von Hobbykeller Modellsport (www.hobbykeller.eu) und wurde von Hansjörg zu einem wahren Kunstwerk vollendet.

"Die Fokker-Eindecker waren verspannte Kampfeindecker mit Verwindungssteuerung, die im Ersten Weltkrieg von Anton Herman Gerard Fokker zunächst für die deutsche Fliegertruppe entwickelt und produziert, später aber auch bei den k.u.k.-Seefliegern, der bulgarischen und der osmanischen Fliegertruppe verwendet wurden. Die Flugzeuge wurden  über mehrere Typen weiterentwickelt und unter den Bezeichnungen Fokker E.I bis E.IV bis etwa 1916 eingesetzt.
Die Fokker E.III gelangten im Juli 1915 an die Front und galten als Geheimwaffe. Sie wurden zunächst rein defensiv als Begleitschutz für unbewaffnete Aufklärer eingesetzt. Nachdem die Fliegerasse Wintgens, Boelcke und Immelmann jedoch im Herbst 1915 erste Luftsiege errungen hatten, gingen immer mehr deutsche Piloten zum Angriff über. Bald häuften sich die alliierten Verluste, und im Winter 1916 beherrschten die deutschen Fokker den Himmel an der Westfront. Die "Fokkerplage" löste das "Fokkersyndrom" bei den alliierten Piloten aus, die ihre Flugzeuge als "Fokker-Futter" bezeichneten.

Das Modell

Gegenüber dem Vorbild wurde das Profil auf ein bereits mehrfach erfolgreich an Modellen getestetes Sämann-Profil geändert, die Fläche um eine zusätzliche Rippe erweitert und um 4 cm in der Tiefe vergrößert.
Der Rumpf, die Tragflächen und die Leitwerke sind wie das Original aus Holz gebaut.

Der Rumpfnachbau ist in Stäbchenbauweise erstellt, bei der man viele Balsaleisten nach Plan ablängen, abkanten, schleifen und exakt winklig zusammen kleben muss.
Der Rumpf, die Flächen und die Leitwerke sind mit Solatex antik bespannt.

Für ein möglichst original wirkendes Finish habe ich die Bespannung mit dem Pinsel in Flugrichtung mit Clou- Möbellasur Eiche hell gestrichen. Die Tragflächen werden wie beim Original nur über die Drahtseilverspannungen gehalten. Das Höhenleitwerk ist als Pendelleitwerk ausgebildet. Holzmotorhaube und Rumpfvorderteil wurde mit poliertem 0,5 mm Alu-Blech verkleidet."

Fokker E. III - Technische Daten

Maßstab: 1:3,8
Spannweite: 2600 mm
Länge: 1800 mm
Profil: Saemann modifiziert
Gewicht: 7,5  -  8,0 kg
Motor: ZG 38 mit Edelstahldämpfer
Propeller: Menz 22 x 8"
Teilebausatz: Hobbykeller Modellsport (www.hobbykeller.eu)

Erbauer : Hansjörg Baumann

Alle Flugfotos: Ralph Müller

 

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